Zurück zu tripbot

Die Gründergeschichte

Hi, ich bin Nico.

Ich baue tripbot, weil ich wissen wollte, wohin ich mir eine Reise leisten kann.

Nicht „wie viel kostet Rom“ — sondern andersherum: Das ist mein Budget, das sind meine freien Tage, wo komme ich damit eigentlich hin? Keine Reiseseite beantwortet diese Frage. Sie alle wollen zuerst wissen, wohin ich will. Also habe ich angefangen, eine zu bauen, die es umgekehrt macht.

21 Jahre alt, aus Adelsdorf in Mittelfranken. Gründer von tripbot.

Blick über eine Küstenstadt am Mittelmeer

Der Auslöser

Zwanzig Tabs und eine Tabelle, die schon veraltet war, als ich sie fertig hatte.

Ich wollte weg. Ein Budget im Kopf, ein paar freie Tage im Kalender, sonst nichts Festes. Kein bestimmtes Ziel — und genau das war das Problem, nicht die Lösung.

Jede Reiseseite fängt mit demselben Feld an: Wohin? Dabei war das die Frage, auf die ich eine Antwort gesucht habe. Ich wusste, was ich ausgeben kann. Ich wusste, wie lange ich Zeit habe. Ich wusste nicht, welche Orte in diesen Rahmen überhaupt hineinpassen — und niemand hat es mir gesagt.

Also habe ich es von Hand gemacht. Flüge auf der einen Seite, Hotels auf der zweiten, Bewertungen auf der dritten, Karte auf der vierten, und weil ich zwei Abflughäfen und drei mögliche Wochen vergleichen wollte, wurde aus jedem Ziel wieder ein eigener Satz Tabs. Irgendwann waren es zwanzig, und ich habe Preise in eine Tabelle abgetippt, weil ich sie sonst nicht nebeneinander sehen konnte.

Nach zwei Abenden war die Tabelle veraltet, weil sich die Flugpreise bewegt hatten. Ich war müde, ich hatte nichts gebucht, und sicherer als am Anfang war ich auch nicht. Das war der Moment — keine Wut auf irgendeine Firma, sondern die schlichte Erkenntnis, dass ich hier gerade stundenlang Arbeit mache, die eine Maschine in Sekunden erledigen könnte.

Das war Mitte 2025. Ungefähr ein Jahr später lief die erste Fassung von tripbot.

Man will eigentlich nur eine gute Reise finden — und plötzlich hat man zwanzig Tabs offen.

Ein Laptop leuchtet nachts allein in einem dunklen Zimmer

Wie das hier entstanden ist

Eigentlich wollte ich Pilot werden. Gelandet bin ich beim Programmieren.

Der Plan war ein anderer: fliegen, nicht bauen. Reisen war für mich immer das, was Freiheit greifbar macht — deshalb der Pilotentraum. Geblieben ist die Richtung, nur der Weg dorthin sieht heute anders aus.

Ich habe kein Informatikstudium und keine Ausbildung als Entwickler. Dieses Jahr habe ich mein Fachabitur an der Fachoberschule in Erlangen abgeschlossen. Alles, was tripbot ausmacht, habe ich mir daneben selbst beigebracht: über YouTube, über Dokumentationen, über sehr viele Abende, an denen etwas nicht funktioniert hat und ich wissen wollte, warum.

KI war dabei mein Werkzeug, und ich sage das offen, weil es sonst wirkt, als würde ich etwas verstecken. Sie hat mich schneller gemacht — ungefähr um den Faktor fünf. Nicht, weil sie mir das Denken abnimmt, sondern weil sie die Zeit zwischen „ich verstehe das noch nicht“ und „ich verstehe es“ verkürzt. Ein gutes Werkzeug macht aus einem Anfänger keinen Fachmann. Es macht aus einem Anfänger, der etwas wissen will, schneller einen, der es weiß.

Was ich damit nicht meine: dass hier Code läuft, den ich nicht gelesen habe. Was online geht, habe ich geprüft und entschieden. Wenn morgen eine Buchung schiefgeht, ist das nicht der Fehler eines Modells. Dann ist es mein Fehler.

Ich wollte nicht nur über eine Idee reden. Ich wollte sehen, ob ich sie bauen kann.

Die Regel, an die sich die KI halten muss

Das Sprachmodell darf erklären. Erfinden darf es nichts.

Bei tripbot sind die klassische Reisesuche und die KI-Suche zwei verschiedene Wege, die miteinander verbunden sind — aber technisch bewusst getrennt bleiben. Das ist die wichtigste Entscheidung im ganzen Produkt, und sie ist von außen unsichtbar, deshalb schreibe ich sie hier hin.

Preise und Verfügbarkeiten kommen aus den Schnittstellen echter Anbieter. Immer. Das Sprachmodell darf deine Anfrage verstehen, es darf erkennen, was dir wichtig ist, es darf Ergebnisse sortieren und erklären, warum eines besser zu dir passt als das andere. Es darf keinen Flugpreis ausrechnen, keine Verfügbarkeit behaupten und kein Hotel erfinden, das es nicht gibt.

Ich verspreche dabei keine Unfehlbarkeit. Eine hundertprozentige Garantie, dass ein generatives System nie einen Fehler macht, wäre unseriös — und jeder, der sie gibt, hat entweder nicht verstanden, wie die Technik funktioniert, oder hofft, dass du es nicht verstehst. Was ich stattdessen mache: die Stellen klein halten, an denen ein Fehler überhaupt entstehen kann. Alles, was zählt — Preis, Datum, Verfügbarkeit, Bedingungen — kommt aus den Daten, nicht aus dem Modell.

Deshalb sieht tripbot auch nicht aus wie ein Chatfenster mit einem Suchfeld daneben. Die KI liegt als Schicht über einer echten Buchungsplattform. Sie ist nicht der Trick, mit dem das Produkt verkauft wird.

Die Suchergebnisse von tripbot auf einem Bildschirm

Wo tripbot heute steht

Bei Preisen und Verfügbarkeit bin ich noch nicht konkurrenzfähig. Das sage ich lieber selbst.

tripbot sucht echte Flüge und echte Hotels bei angebundenen Anbietern und kann sie verbindlich buchen. Die Zahlung läuft über Stripe. Das ist kein Vergleichsportal, das dich am Ende woanders hinschickt.

Was tripbot heute noch nicht kann: gegen die großen Portale gewinnen. Mein Inventar ist kleiner. Meine Konditionen sind die eines Anbieters, der gerade anfängt — und Konditionen hängen an Volumen, das ich noch nicht habe. Es gibt Suchen, bei denen woanders schlicht der bessere Preis steht.

Ich könnte das weglassen und hoffen, dass es niemand nachrechnet. Nur wäre dann jeder andere Satz auf dieser Seite auch nichts mehr wert. Wer vergleicht und woanders günstiger bucht, hat richtig entschieden — und ich weiß danach genauer, woran ich arbeiten muss.

Was tripbot heute schon besser kann als jede Seite, auf der ich damals gesessen habe: die Frage von hinten beantworten. Sag, was du ausgeben willst und wie lange du Zeit hast, und es kommen ein paar Ziele zurück, die wirklich buchbar sind — statt einer leeren Maske, die zuerst von dir wissen will, wohin du willst.

tripbot im Einsatz

Womit ich Geld verdiene

Provision und ein optionales Abo. Sonst nichts.

Ich finde, das gehört auf eine Gründerseite, weil sich daran entscheidet, ob ein Produkt für dich arbeitet oder gegen dich. Wenn eine Plattform daran verdient, dass du etwas Falsches buchst, wirst du das früher oder später merken.

tripbot verdient an einer Provision, wenn du buchst — die zahlt der Anbieter, nicht du zusätzlich. Dazu kommt ein freiwilliges Pro-Abo für Leute, die mehr aus der KI herausholen wollen. Das Grundprodukt bleibt kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Was ich bewusst nicht tue: die ersten zehntausend aktiven Nutzer über teure Anzeigen einkaufen. Und keine große Finanzierungsrunde aufnehmen, nur um damit Werbekanäle zu bezahlen, von denen ich noch gar nicht weiß, ob sie funktionieren. In den nächsten zwölf Monaten geht es nicht um maximale Reichweite, sondern um ein Fundament, das trägt.

Was daraus wurde

Der BR hat gedreht, weil ich einfach gefragt habe.

Irgendwann habe ich der Redaktion geschrieben und erzählt, was ich baue. Kein Kontakt, keine Agentur, keine PR-Firma — eine Mail. Der Bayerische Rundfunk hat einen Beitrag über tripbot gedreht; gelaufen ist er in der Frankenschau und danach in der ARD-Mediathek, dazu ein Artikel bei BR24.

Angefangen hatte es schon im März, als Franken Fernsehen einen Beitrag gebracht hat — damals war ich noch Schüler. Später kam ein Porträt in den Nürnberger Nachrichten dazu, und zwei Gründerinterviews, in denen ich zum ersten Mal am Stück erklären musste, was ich hier eigentlich tue.

Das macht mein Produkt nicht besser, und ich tue nicht so, als wäre es ein Gütesiegel. Aber es ist das Gegenteil von dem, was sonst auf solchen Seiten steht: kein Teppich aus „bekannt aus“-Logos, sondern ein paar Beiträge, die man sich ansehen und selbst beurteilen kann.

Nico Neser bei den Dreharbeiten des Bayerischen Rundfunks
Nico Neser, Gründer von tripbot

Nico Neser

21 Jahre alt, aus Adelsdorf in Mittelfranken. Gründer von tripbot.

Was ich nicht mache

Kein künstlicher Druck. Nirgends.

Das sind keine Werte für eine Wand, sondern Sachen, die man mir nachweisen kann. Findest du eine Stelle, an der tripbot dagegen verstößt, schreib mir — das ist dann ein Fehler, kein Feature.

  • Keine erfundene Knappheit

    „Nur noch 1 Zimmer frei“, „12 Leute schauen gerade“ — solche Sätze stehen nur da, wenn sie stimmen und aus den Daten des Anbieters kommen. Sonst stehen sie nicht da. Ein Countdown, der bei jedem Neuladen wieder von vorn anfängt, ist eine Lüge mit Animation.

  • Keine versteckten Gebühren

    Der Preis, den du zuerst siehst, ist der Preis am Ende. Was der Anbieter aufschlägt, steht dabei, bevor du dich entscheidest — nicht erst im letzten Schritt, wenn du schon Daten eingegeben hast und nicht mehr abbrechen magst.

  • Keine Fantasiepreise

    Kein durchgestrichener Preis, den es so nie gegeben hat. Kein Rabatt, der jeden Tag gilt und deshalb keiner ist. Wenn etwas günstiger ist als sonst, kannst du nachvollziehen, woran das liegt.

  • Keine Zahlen, die ich nicht belegen kann

    Auf dieser Seite steht keine Nutzerzahl, kein Umsatz und keine Bewertung, die ich mir selbst gegeben habe. Wenn es so weit ist, schreibe ich es hin — mit Datum. Vorher nicht.

Wohin das geht

Jede Buchung macht die nächste günstiger.

Das nächste Jahr hat drei Aufgaben, und keine davon ist eine Zahl auf einer Folie.

Erstens: mehr Anbieter anschließen. Mehr Hotels, mehr Fluggesellschaften, mehr Strecken. Größeres Inventar heißt bessere Konditionen, bessere Konditionen heißen Preise, die sich mit den großen Portalen messen lassen. Genau deshalb zählt jede einzelne Buchung — sie ist das Argument für den nächsten Vertrag. Das ist kein Appell, sondern einfach, wie dieses Geschäft funktioniert.

Zweitens: die KI besser machen, an echten Suchen statt an ausgedachten. Der Vorteil entsteht nicht dadurch, dass tripbot mehr Leute zu mehr Reisen überredet. Er entsteht dadurch, dass jede neue Planung auf dem aufbauen kann, was vorher schon verstanden wurde.

Drittens: Leute finden, die Lust auf die Sache haben und mitdenken wollen — jetzt, wo man noch prägen kann, wie das Ding aussieht, und nicht erst, wenn alles entschieden ist. Es gibt eine offene Roadmap, und was darauf landet, entscheidet mit, wer tripbot benutzt.

Und weiter draußen, ohne Versprechen: eine mehrsprachige europäische Reiseplattform mit direkt angebundenen Hotels. Das ist die Richtung. Ob der Zeitplan hält, entscheidet nicht meine Ankündigung, sondern die Arbeit dazwischen.

Ein Verkehrsflugzeug im Anflug vor grauem Himmel

Und jetzt du

Probier die Frage aus, an der ich damals gescheitert bin.

Sag, was du ausgeben willst und wie lange du Zeit hast. Keine Anmeldung nötig, keine Kreditkarte, kein Countdown.

Reise findenSchreib mir, was nicht funktioniert

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Häufige Fragen

Was Leute mich fragen

Kann ich über tripbot wirklich buchen?

Ja. Flüge und Hotels werden bei angebundenen Anbietern verbindlich gebucht, die Zahlung läuft über Stripe. tripbot ist kein Vergleichsportal, das dich am Ende auf eine andere Seite weiterschickt.

Ist tripbot immer am günstigsten?

Nein, und ich behaupte es auch nicht. Mein Inventar ist kleiner als das der großen Portale, und meine Konditionen sind die eines Anbieters, der anfängt. Vergleich ruhig — wenn du woanders günstiger buchst, war das die richtige Entscheidung.

Wie viel davon ist KI?

Suche, Preise und Buchung sind normale Technik mit echten Anbieterdaten. Die KI hilft bei der Entscheidung: verstehen, was du willst, vergleichen, einordnen, erklären. Sie erfindet keine Preise und keine Verfügbarkeiten — das ist technisch getrennt.

Was kostet tripbot mich?

Die Nutzung ist kostenlos. tripbot verdient an einer Provision des Anbieters, wenn du buchst. Zusätzlich gibt es ein freiwilliges Pro-Abo für mehr KI-Funktionen — du brauchst es nicht, um zu suchen und zu buchen.

Steckt hinter tripbot eine Firma oder eine Person?

Im Kern eine Person — ich, als Solo-Gründer. Ein Unternehmen wird daraus aufgebaut; wer heute mitmacht, prägt mit, wie es aussieht.

Wie kann ich helfen?

Benutz es und sag mir, was nicht funktioniert. Ehrliche Kritik von echten Suchen ist gerade wertvoller als jede Anzeige, die ich schalten könnte.

© 2026 tripbot · Gebaut von Nico Neser

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